Wissen austauschen, Krankheiten früh erkennen, gemeinsam agieren, Produktivität steigern

Bestandsbetreuung - Herdenmanagement

Vorbemerkungen

Die Tierärztliche Bestandsbetreuung (TB), auch Integrierte Tierärztliche Bestandsbetreuung
(ITB) genannt, bei der Tierart Rind wird in erster Linie von praktizierenden
Tierärzten, darüber hinaus von Tiergesundheitsdiensten und Tierärzten anderer
Organisationen (z.B. Hochschuleinrichtungen) durchgeführt und erfährt eine ständige
Weiterentwicklung.
Grundsätzlich ist die Bestandsbetreuung durch dieselbe, entsprechend spezialisierte
Tierarztpraxis vorzunehmen, die auch die kurative Einzeltierversorgung inklusive der
erforderlichen Versorgung von Notfällen durchführt. Dies ermöglicht durch die
umfassenden Kenntnisse der durchgeführten tiergesundheitsrelevanten Maßnahmen
die bestmögliche Einschätzung der aktuellen Tiergesundheitssituation („situational
awareness“) und die sichere Beurteilung des Erfolgs. Nur so kann die bestmögliche
und transparenteste Form eines strategischen Tiergesundheits- und Hygienemanagements,
auch und besonders im Hinblick auf den optimierten Einsatz von
Tierarzneimitteln, gewährleistet werden. TB und kurative Praxis sind insofern
grundsätzlich als Einheit zu betrachten.
Die Tierärztliche Bestandsbetreuung erreicht ihre höchste Effizienz, wenn der
bestandsbetreuende Tierarzt (TB-Tierarzt) mit dem Landwirt, gegebenenfalls mit den
zuständigen Gesundheitsdiensten und/oder Tierärzten anderer Organisationen sowie
mit den weiteren, für den jeweiligen Betrieb tätigen Beratern im Sinn der
betrieblichen Ziele so eng wie möglich kooperiert.

bpt - Leitlinien Bestandsbetreuung Rind

Leitlinien für die Durchführung einer "Tierärztlichen Bestandsbetreuung" in Rinderbeständen

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